Yam660
Hobbyrennfahrer
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Dein Bike: keins mehr Wohnort: Wiezikon deine Lieblingsstrecke: Erg Chebby Rennkategorie: keine
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Hi
Ja, hat mit dem Pneu (Aufbau Karkasse), der Gummimischung (auch Profil) und dem Einsatzzweck zu tun - aber auch mit der verwendeten Felge.
Nur so als Beispiel: bei der VTR-SP (hinten 190er Reifen, ich hatte auf 180er gewechselt weil mir das Handling besser gefallen hat) wäre ein Reifendruck von 2.9 Bar im Alltag vorgesehen gewesen, mit weichen Pirelli-Slicks bin ich zwischen 1.9 und 2.1 Bar gefahren und mit dem Originalreifen (Metzeler bzw. Michelin) auf der Rennstrecke zwischen 2.3 und 2.8 Bar, wobei der Reifen nach ein paar schnellen Runden mit 2.8 Bar blau angelaufen ist (überhitzung) und dann beim rausbeschleunigen die Haftung verloren hat (also quer über die ganze Fahrbahn gerutscht ist - zum Glück ohne Abflug).
Bei der Enduro (140/80-18 ) wäre eigentlich ein Druck um die 2.1 Bar hinten normal, je nach Reifen und Anwendung kann man da mit Reifenhaltern alles zwischen 0.5 (tiefer Sand) und 2.5 Bar (lange Autobahnetappen) fahren.
In der Regel fährt man mit den vom Reifenhersteller angegebenen Drücken im Alltag (also nach CH-Strassenrecht) nicht übel. Reifen hat alle gewollten Qualitäten und hält auch vernünftig lange. Wer Rennen fährt, muss halt bisschen probieren, auch weil die Fahrwerke ja oft nicht mehr dem Wekszustand entsprechen. Wer beispielsweise ein sehr hartes Rennsportfahrwerk hat (nur so nebenbei: hart muss noch lange nicht schnell heissen, fühlt sich aber meistens so an) bei dem muss der Reifen die Dämpfung übernehmen - das ist bei den Reifenherstellern nur zu einem kleinen Teil gewollt. Somit muss man eben mit dem Druck spielen. Bei der SP musste ich mit Slicks die Dämfung etwas zurücknehmen, da mit dem geringen Druck und der weichen Gummimischung die Reifenflanken aufgerissen sind - die Reifenprofis vor Ort können am Reifenbild sehr schnell erkennen ob sich das Fahrverhalten mit Druck oder Einstellungen noch verbessern lassen kann. So wird denn auch klar wieso voll einstellbare Fahrwerke eigetnlich nur im Sportbereich Sinn machen, wer bisschen durch die Gegend fährt, der wird (ausser er wiegt 200 Kilo) kaum gross an Druck- und Zugstufen rumspielen - und fährt mit Tourenreifen problemlos viele tausend Kilometer.
Also: mit Vorgaben anfangen und sich dann mal bisschen rantasten und dabei immer wieder das Reifenbild anschauen. Hilft natürlich, wenn man das auf einer Rennstrecke machen kann, denn im Alltag sind die Fahrbahnen einfach zu unterschiedlich und die Geschwindigkeiten meist zu unkonstant, damit man da gross einen Unterschied zwischen ein paar Zehntel Druck überhaupt merkt.
Marc
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